Wichtige Akkorde, die jeder Gitarrenspieler kennen sollte
Von GuitarGuy Veröffentlicht am
In der Welt der Gitarrenspieler gibt es einige Akkorde, die man unbedingt kennen sollte. Diese Akkorde bilden die Grundlage für viele Songs
Ein paar Akkorde sollte jeder Gitarrenspieler kennen. Mit C-Dur, G-Dur und D-Dur begleitest du bereits eine Menge Songs, dazu kommen Moll-Akkorde, Powerchords für Rock und später erweiterte Akkorde und Jazz-Akkorde. Egal, ob du gerade anfängst oder schon etwas Erfahrung hast: Unten stehen die wichtigsten Akkorde mit Griffen und Tönen, sortiert von den Grundlagen bis zum Jazz.
Wichtige Erkenntnisse
- Der C-Dur Akkord ist einer der grundlegendsten Akkorde und sehr beliebt.
- Moll-Akkorde wie der A-Moll Akkord bringen oft eine gefühlvolle Stimmung in die Musik.
- Erweiterte Akkorde wie der Septakkord sind wichtig für komplexere Harmonien.
- Powerchords sind einfach zu spielen und passen gut zu Rockmusik.
- Beim Fingerstyle kommen oft andere Stimmungen wie Drop-D oder DADGAD dazu.
Grundlegende Akkorde für Anfänger
Der C-Dur Akkord
Der C-Dur Akkord ist einer der ersten Akkorde, die jeder Gitarrist lernen sollte. Er klingt hell und fröhlich. So greifst du ihn (Saiten in deutscher Bezeichnung, die h-Saite heißt im Englischen B-Saite):
- Zeigefinger auf dem ersten Bund der h-Saite (zweite Saite)
- Mittelfinger auf dem zweiten Bund der D-Saite (vierte Saite)
- Ringfinger auf dem dritten Bund der A-Saite (fünfte Saite)
Die tiefe E-Saite schlägst du nicht mit an.
Der G-Dur Akkord
Der G-Dur Akkord taucht in unzähligen Songs auf, oft direkt neben C-Dur. So greifst du ihn:
- Mittelfinger auf dem dritten Bund der E-Saite (sechste Saite)
- Zeigefinger auf dem zweiten Bund der A-Saite (fünfte Saite)
- Ringfinger auf dem dritten Bund der h-Saite (zweite Saite)
- Kleiner Finger auf dem dritten Bund der hohen e-Saite (erste Saite)
Am Anfang reicht auch die Variante ohne kleinen Finger: Dann greift der Ringfinger nur den dritten Bund der hohen e-Saite.
Der D-Dur Akkord
Der D-Dur Akkord hat einen sanften Klang und wird häufig in Balladen verwendet. So greifst du ihn:
- Zeigefinger auf dem zweiten Bund der G-Saite (dritte Saite)
- Mittelfinger auf dem zweiten Bund der e-Saite (erste Saite)
- Ringfinger auf dem dritten Bund der h-Saite (zweite Saite)
Angeschlagen wird ab der D-Saite.
Mit diesen drei Akkorden kannst du schon viele Lieder begleiten. Übe sie, bis die Wechsel ohne Pause klappen, bevor du neue Akkorde dazunimmst.
Moll-Akkorde für Gefühlvolle Melodien
Der A-Moll Akkord
Der A-Moll Akkord ist einer der grundlegendsten Moll-Akkorde und besteht aus den Tönen A, C und E. Er klingt melancholisch und taucht deshalb oft in gefühlvollen Songs auf.
Der E-Moll Akkord
Der E-Moll Akkord besteht aus den Tönen E, G und H. Er ist beliebt, weil er leicht zu greifen ist und in vielen Musikrichtungen vorkommt. Ein paar Tipps:
- Drück die Saiten fest genug, damit nichts schnarrt.
- Übe den Wechsel zwischen E-Moll und anderen Akkorden.
- Höre dir Songs an, die diesen Akkord verwenden, um ein Gefühl dafür zu bekommen.
Der D-Moll Akkord
Der D-Moll Akkord setzt sich aus den Tönen D, F und A zusammen. Er klingt tief und emotional. So greifst du ihn:
- Lege deinen Zeigefinger auf die erste Bundstelle der hohen e-Saite.
- Setze deinen Mittelfinger auf die zweite Bundstelle der G-Saite.
- Drücke deinen Ringfinger auf die dritte Bundstelle der h-Saite.
Schon ein einziger Moll-Akkord zwischen lauter Dur-Akkorden verändert die Stimmung eines Songs. Probier es aus: Spiel C-Dur, G-Dur, A-Moll und hör auf den Wechsel.
Erweiterte Akkorde für Fortgeschrittene
Erweiterte Akkorde bringen mehr Farbe in dein Spiel. Sie lohnen sich, sobald die Grundakkorde sitzen und du über die Grundlagen hinaus willst.
Der Septakkord
Der Septakkord ergänzt den Dreiklang um die Septime. Beim gängigen Dominantseptakkord (geschrieben C7, G7 usw.) ist das die kleine Septime, der Akkord klingt dadurch spannungsreicher. Er kommt in vielen Musikstilen vor. Die wichtigsten Formen:
- C7 (C-Septakkord)
- G7 (G-Septakkord)
- D7 (D-Septakkord)
Der Nonenakkord
Nonenakkorde gehen noch einen Schritt weiter: Zum Septakkord kommt die None, also die Sekunde eine Oktave höher. Besonders beliebt sind sie im Jazz. Beispiele:
- C9
- G9
- D9
Der Tredezimakkord
Der Tredezimakkord (13er-Akkord) enthält zusätzlich die Tredezime, also die Sexte eine Oktave höher. Auf der Gitarre lässt man meist einige Töne weg, etwa die Quinte. Er kommt vor allem im Jazz, Funk und Blues vor. Varianten:
- C13
- G13
- D13
Du musst kein Fortgeschrittener sein, um erweiterte Akkorde zu spielen. Fang mit einem Septakkord wie G7 an, das bringt schnell Abwechslung in dein Spiel.
Powerchords für Rock und Metal
Powerchords gehören zu den Grundtechniken in Rock und Metal. Sie sind einfach zu spielen und klingen kraftvoll.
Der Quintakkord
Der Quintakkord, besser bekannt als Powerchord, besteht aus nur zwei verschiedenen Tönen: dem Grundton und der Quinte. Oft wird der Grundton eine Oktave höher verdoppelt. Weil die Terz fehlt, ist er weder Dur noch Moll. Beispiele:
- E5: E und H
- A5: A und E
- D5: D und A
Der G-Powerchord
Der G-Powerchord taucht in vielen Rock-Songs auf. Er besteht aus:
- Grundton: G (3. Bund der tiefen E-Saite)
- Quinte: D (5. Bund der A-Saite)
Der A-Powerchord
Auch der A-Powerchord ist sehr häufig. So spielst du ihn:
- Schlag die leere A-Saite an und greif mit dem Zeigefinger den zweiten Bund der D-Saite (Ton E).
- Spiele nur die A- und D-Saite.
- Verschiebbare Variante: Zeigefinger auf den fünften Bund der tiefen E-Saite, Ringfinger auf den siebten Bund der A-Saite.
Achtung: Liegt der Zeigefinger im zweiten Bund der A-Saite, ist der Grundton H, du spielst dann H5 und nicht A5.
Für Anfänger sind Powerchords ein guter Einstieg, weil sie schnell sitzen und in vielen Songs vorkommen. Wer Rock oder Metal spielen will, kommt an ihnen ohnehin nicht vorbei.
Jazz-Akkorde für Komplexe Harmonien
Jazzmusik lebt von komplexen Harmonien. Drei Akkorde tauchen dabei ständig auf:
Der Major-Seventh Akkord
Der Major-Seventh Akkord (maj7) klingt weich und schwebend und kommt in Jazzstücken oft vor. Er besteht aus diesen Tönen:
- Grundton (z.B. C)
- große Terz (E)
- reine Quinte (G)
- große Septime (H)
Der Minor-Seventh Akkord
Der Minor-Seventh Akkord klingt gefühlvoll und melancholisch, typisch für langsame Jazzballaden. Die Töne:
- Grundton (z.B. A)
- kleine Terz (C)
- reine Quinte (E)
- kleine Septime (G)
Der Dominant-Seventh Akkord
Der Dominant-Seventh Akkord baut Spannung auf, die nach einer Auflösung verlangt. Er besteht aus:
- Grundton (z.B. G)
- große Terz (H)
- reine Quinte (D)
- kleine Septime (F)
Diese drei Akkorde sind die Basis für viele Jazzstücke. Lern sie zuerst mit den Grundtönen wie oben und übertrag sie dann in andere Tonarten.
Damit die Akkorde sitzen, solltest du:
- Die Fingerpositionen gut üben.
- Verschiedene Rhythmen ausprobieren.
- Mit anderen Musikern spielen, das schult das Gehör für Harmonien.
Akkorde für Fingerstyle-Techniken
Beim Fingerstyle zupfst du die Saiten mit den Fingern. So kannst du Melodie und Harmonie gleichzeitig spielen. Oft kommen dabei andere Stimmungen zum Einsatz:
Open Tunings
- Bei einem Open Tuning ergeben die leeren Saiten zusammen einen Akkord.
- Diese Stimmung erleichtert das Spielen von bestimmten Akkorden und Melodien.
- Beliebte Open Tunings sind Open G (D-G-D-G-H-D) und Open D (D-A-D-Fis-A-D).
Drop-D-Stimmung
- Bei der Drop-D-Stimmung wird die tiefste E-Saite um einen Ganzton auf D heruntergestimmt.
- Dadurch werden Powerchords einfacher, und du bekommst tiefere Bassnoten.
- Beliebt in Rock- und Folk-Musik.
DADGAD-Stimmung
- DADGAD ist eine spezielle Stimmung, die oft in der keltischen Musik verwendet wird. Leer angeschlagen ergibt sie keinen Dur- oder Moll-Akkord, sondern Dsus4.
- Sie klingt offen und voll und lädt zum Experimentieren mit Melodien ein.
- Schon einfache Griffe klingen in dieser Stimmung harmonisch.
Für den Einstieg ins Fingerstyle reicht die Standardstimmung. Drop-D ist der einfachste nächste Schritt, weil du nur eine Saite umstimmst.
Akkordwechsel für Fließendes Spiel
Einzelne Akkorde zu greifen ist das eine. Nach Musik klingt ein Stück aber erst, wenn die Wechsel ohne Pause klappen. Drei Übergänge, die du oft brauchst:
Übergang von G zu C
- Beginne mit dem G-Dur Akkord.
- Bewege deinen Zeigefinger auf den ersten Bund der h-Saite.
- Setze deinen Mittelfinger auf den zweiten Bund der D-Saite.
- Drücke den Ringfinger auf den dritten Bund der A-Saite.
Übergang von D zu A
- Halte den D-Dur Akkord.
- Bewege deinen Zeigefinger auf den zweiten Bund der D-Saite.
- Setze deinen Mittelfinger auf den zweiten Bund der G-Saite.
- Drücke den Ringfinger auf den zweiten Bund der h-Saite.
Übergang von E zu F
- Beginne mit dem E-Dur Akkord, aber greif ihn mit Mittel-, Ring- und kleinem Finger.
- Schiebe diese Form einen Bund höher: Mittelfinger auf den zweiten Bund der G-Saite, Ringfinger auf den dritten Bund der A-Saite, kleiner Finger auf den dritten Bund der D-Saite.
- Der Zeigefinger legt sich als Barré über alle sechs Saiten im ersten Bund. Das ist der F-Dur-Barréakkord.
Übe diese Übergänge regelmäßig und erst langsam. Wechsle im Takt, auch wenn der neue Akkord am Anfang noch nicht sauber klingt. Das Timing ist wichtiger.
Fazit
Die Reihenfolge beim Lernen ergibt sich fast von selbst. Zuerst C-Dur, G-Dur und D-Dur, dann A-Moll, E-Moll und D-Moll, damit spielst du schon viele Lieder. Powerchords kommen dazu, sobald du Rock spielen willst. Septakkorde und Jazz-Akkorde lohnen sich erst, wenn die Wechsel zwischen den Grundakkorden sicher sitzen.
Häufig gestellte Fragen
Was sind die wichtigsten Akkorde für Anfänger?
Die wichtigsten Akkorde für Anfänger sind C-Dur, G-Dur und D-Dur. Diese Akkorde sind einfach zu spielen und werden in vielen Liedern verwendet.
Wie kann ich Moll-Akkorde spielen?
Moll-Akkorde wie A-Moll und E-Moll sind ebenfalls wichtig. Sie bringen mehr Gefühl in die Musik und sind nicht schwer zu lernen.
Was sind Powerchords und wie benutze ich sie?
Powerchords sind spezielle Akkorde, die oft in Rock- und Metal-Musik verwendet werden. Sie bestehen aus nur zwei Tönen und sind leicht zu spielen.
Was sind erweiterte Akkorde?
Erweiterte Akkorde wie Sept- oder Nonenakkorde machen die Musik interessanter. Sie fügen zusätzliche Töne hinzu und klingen komplexer.
Wie wechsle ich schnell zwischen Akkorden?
Um schnell zwischen Akkorden zu wechseln, übe die Übergänge regelmäßig. Zum Beispiel von G zu C oder von D zu A.
Was sind Jazz-Akkorde und wie unterscheiden sie sich?
Jazz-Akkorde sind spezielle Akkorde, die oft in Jazzmusik vorkommen. Sie sind komplexer und klingen voller als einfache Dur- und Moll-Akkorde.
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