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gitarrenwiki
Elektrisch verstärkt

Baritongitarre

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Die Baritongitarre hat eine deutlich längere Mensur als eine normale Gitarre und wird tiefer gestimmt, meist einen Quart tiefer auf H – E – A – D – Fis – H oder eine Quinte tiefer auf A. Durch die längere Mensur bleibt die Saitenspannung trotz der tiefen Stimmung straff, sodass nichts schnarrt oder schwammig klingt.

Steckbrief

Saiten
6 (auch 7)
Saitenart
Stahl, dickere Sätze
Mensur
rund 68 bis 71 cm
Korpus
meist massiv, elektrisch
Preisrahmen
ab rund 350 €, Oberklasse ab rund 1.000 €

Woran du sie erkennst

  • Sichtbar längerer Hals als bei einer normalen E-Gitarre.
  • Meist 24 Bünde bei größerem Bundabstand.
  • Dickere Saiten, oft ab 013er-Stärke.
  • Modellbezeichnungen enthalten häufig „Baritone" oder „BA".

Wofür sie gebaut wurde

Baritongitarren entstanden in den 50er Jahren für Filmmusik und Surf – Danelectro baute sie für Studios, die einen Klang zwischen Gitarre und Bass suchten. Der „Tic-Tac-Bass" der Nashville-Aufnahmen ist genau das.

Ihre zweite Karriere begann in den 90ern im Metal. Wer sehr tief stimmen wollte, stieß bei normaler Mensur an eine physikalische Grenze: Die Saiten werden schlaff, die Intonation ungenau, der Ton matschig. Die längere Mensur löst das.

Zwischen Bariton und siebensaitiger Gitarre gibt es einen wichtigen Unterschied: Der Siebensaiter behält die Standardstimmung und legt eine tiefe Saite darunter. Die Baritongitarre verschiebt die gesamte Stimmung nach unten – alle Griffe bleiben, alles klingt tiefer.

Für wen sie passt

Metal, Djent, Doom, Filmmusik, Surf. Auch für Songwriter interessant, die eine tiefere Lage für ihre Stimme brauchen, ohne umgreifen zu lernen.

Der typische Fehlkauf

Normale Saitensätze funktionieren nicht. Eine Baritongitarre braucht einen eigens dafür gewickelten Satz – ein normaler 010er würde bei dieser Mensur und Stimmung völlig schlaff hängen. Ersatzsaiten also gleich mitbestellen.

Konkrete Modelle

Drei Instrumente, an denen sich die Bauform gut zeigen lässt – vom Einstieg bis zur Referenz:

  • Squier Paranormal Baritone Cabronita – günstiger Einstieg
  • ESP LTD Viper-201B – Metal-orientiert
  • Danelectro 56 Baritone – das historische Vorbild

Häufige Fragen zur Baritongitarre

Was ist eine Baritongitarre?

Die Baritongitarre hat eine deutlich längere Mensur als eine normale Gitarre und wird tiefer gestimmt, meist einen Quart tiefer auf H – E – A – D – Fis – H oder eine Quinte tiefer auf A. Durch die längere Mensur bleibt die Saitenspannung trotz der tiefen Stimmung straff, sodass nichts schnarrt oder schwammig klingt.

Für wen eignet sich die Baritongitarre?

Metal, Djent, Doom, Filmmusik, Surf. Auch für Songwriter interessant, die eine tiefere Lage für ihre Stimme brauchen, ohne umgreifen zu lernen.

Was kostet eine Baritongitarre?

ab rund 350 €, Oberklasse ab rund 1.000 €. Die Angaben sind Richtwerte für Neuware in Deutschland und schwanken je nach Ausstattung und Fertigungsort.

Woran erkenne ich eine Baritongitarre?

Sichtbar längerer Hals als bei einer normalen E-Gitarre. Meist 24 Bünde bei größerem Bundabstand. Dickere Saiten, oft ab 013er-Stärke. Modellbezeichnungen enthalten häufig „Baritone" oder „BA".