Westerngitarre
Von GuitarGuy
Die Westerngitarre ist eine Akustikgitarre mit Stahlsaiten. Sie klingt lauter, brillanter und durchsetzungsfähiger als die Konzertgitarre, hat einen schmaleren Hals mit leicht gewölbtem Griffbrett und wird meist mit Plektrum gespielt. Sie ist das Instrument, das man vor Augen hat, wenn von „Lagerfeuergitarre" die Rede ist.
Steckbrief
- Saiten
- 6
- Saitenart
- Stahl
- Mensur
- rund 63 bis 65 cm
- Korpus
- hohl, rundes Schallloch, gewölbtes Griffbrett
- Preisrahmen
- ab rund 100 €, vollmassiv ab rund 700 €
Woran du sie erkennst
- Alle sechs Saiten sind metallisch, die vier tiefen umsponnen.
- Die Saiten sitzen mit Stegstiften (Pins) in der Decke.
- Der Hals ist am Sattel meist 43 bis 45 mm breit, das Griffbrett leicht gewölbt.
- Ein Stahlstab im Hals (Halsstab) nimmt den höheren Saitenzug auf.
- Meist ein Schlagbrett (Pickguard) neben dem Schallloch.
Wofür sie gebaut wurde
Der Wechsel von Darm- auf Stahlsaiten Anfang des 20. Jahrhunderts stellte den Gitarrenbau vor ein Problem: Stahlsaiten ziehen mit 70 bis 80 Kilogramm an der Decke, mehr als das Doppelte von Nylon. Die klassische Fächerbeleistung hielt das nicht aus.
Die Lösung kam von Martin: die X-Verstrebung, bei der sich zwei Leisten unter der Decke kreuzen. Sie trägt den Zug und lässt die Decke trotzdem schwingen. Jede moderne Stahlsaitengitarre nutzt dieses Prinzip.
Innerhalb der Westerngitarre gibt es mehrere Korpusformen, die den Klang stärker prägen als der Preis: die große Dreadnought mit viel Bass, die mittlere Grand Auditorium als Allrounder und die kleine Parlor für Fingerstyle. Sie haben jeweils eigene Seiten.
Für wen sie passt
Songbegleitung, Lagerfeuer, Singer-Songwriter, Folk und Country. Wer Lieder singen und sich dabei begleiten will, ist hier richtig.
Der typische Fehlkauf
Stahlsaiten schneiden am Anfang spürbar in die Fingerkuppen. Das ist normal und geht nach ein bis zwei Wochen vorbei, wenn regelmäßig geübt wird. Wer deshalb zu extrem dünnen Saiten greift, verliert Klang – besser ist ein Satz in 011er-Stärke und etwas Geduld.
Konkrete Modelle
Drei Instrumente, an denen sich die Bauform gut zeigen lässt – vom Einstieg bis zur Referenz:
- Yamaha FG800 – massive Decke im Einstiegsbereich
- Martin D-28 – die Referenz-Dreadnought
- Taylor 114ce – Grand Auditorium mit Tonabnehmer
Häufige Fragen zur Westerngitarre
Was ist eine Westerngitarre?
Die Westerngitarre ist eine Akustikgitarre mit Stahlsaiten. Sie klingt lauter, brillanter und durchsetzungsfähiger als die Konzertgitarre, hat einen schmaleren Hals mit leicht gewölbtem Griffbrett und wird meist mit Plektrum gespielt. Sie ist das Instrument, das man vor Augen hat, wenn von „Lagerfeuergitarre" die Rede ist.
Für wen eignet sich die Westerngitarre?
Songbegleitung, Lagerfeuer, Singer-Songwriter, Folk und Country. Wer Lieder singen und sich dabei begleiten will, ist hier richtig.
Was kostet eine Westerngitarre?
ab rund 100 €, vollmassiv ab rund 700 €. Die Angaben sind Richtwerte für Neuware in Deutschland und schwanken je nach Ausstattung und Fertigungsort.
Woran erkenne ich eine Westerngitarre?
Alle sechs Saiten sind metallisch, die vier tiefen umsponnen. Die Saiten sitzen mit Stegstiften (Pins) in der Decke. Der Hals ist am Sattel meist 43 bis 45 mm breit, das Griffbrett leicht gewölbt. Ein Stahlstab im Hals (Halsstab) nimmt den höheren Saitenzug auf. Meist ein Schlagbrett (Pickguard) neben dem Schallloch.
Wie unterscheiden sich Westerngitarre und Akustikgitarre?
Akustikgitarre ist der Oberbegriff für jede Gitarre, die ohne Verstärker klingt – also auch für die Konzertgitarre. Westerngitarre bezeichnet konkret die Akustikgitarre mit Stahlsaiten. Umgangssprachlich meinen viele mit „Akustikgitarre" genau diese.
Welche Westerngitarre eignet sich für Anfänger?
Eine mit massiver Fichtendecke ab etwa 200 Euro und einer Korpusform, die im Sitzen bequem ist. Die große Dreadnought ist für schmal gebaute Menschen oft unhandlich – eine Grand-Auditorium- oder Concert-Form ist dann die bessere Wahl bei gleichem Preis.