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Akustikgitarre

Dreadnought

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Die Dreadnought ist die größte gängige Korpusform der Westerngitarre: breite Schultern, tiefe Zargen, kaum eingezogene Taille. Sie klingt lauter und bassiger als jede andere Bauform und ist die meistverkaufte Akustikgitarrenform überhaupt. Erkennbar ist sie an ihrem kastenförmigen Umriss.

Steckbrief

Saiten
6
Saitenart
Stahl
Mensur
rund 64,5 cm
Korpus
groß, rund 40 cm breit, 12 cm tief
Preisrahmen
ab rund 120 €, vollmassiv ab rund 800 €

Woran du sie erkennst

  • Breite, eckige Schultern – der Umriss wirkt kastenförmig, nicht taillenbetont.
  • Rund 40 cm Korpusbreite am unteren Bogen, mehr als jede andere Standardform.
  • Der Halsübergang sitzt meist am 14. Bund.
  • Modellbezeichnungen beginnen häufig mit D (D-28, DM-1, D-120).

Wofür sie gebaut wurde

Der Name stammt vom britischen Schlachtschiff HMS Dreadnought – so groß wirkte die Bauform 1916, als Martin sie einführte. Der Zweck war ein rein praktischer: In Bands ohne Verstärkung musste sich die Gitarre gegen Banjo, Fiddle und Mandoline durchsetzen.

Das gelang über das Luftvolumen. Ein größerer Korpus bewegt mehr Luft und erzeugt tiefere Resonanzen. Die Dreadnought hat deshalb ein Bassfundament, das kleinere Formen nicht erreichen.

Genau das ist auch ihre Schwäche: Beim Fingerpicking verwaschen die tiefen Frequenzen leicht die Melodie. Für Bluegrass-Strumming ist die Dreadnought ideal, für filigranes Zupfen oft zu bassbetont.

Für wen sie passt

Kräftiges Schlagen mit Plektrum, Bluegrass, Country, Lagerfeuer. Überall dort, wo Volumen zählt.

Der typische Fehlkauf

Der Korpus ist tief und breit. Wer schmal gebaut ist, kommt im Sitzen schlecht über die Zarge an die Saiten. Vor dem Kauf unbedingt im Sitzen anspielen und mit einer Grand-Auditorium-Form vergleichen – der Klangunterschied ist kleiner als der Komfortunterschied.

Konkrete Modelle

Drei Instrumente, an denen sich die Bauform gut zeigen lässt – vom Einstieg bis zur Referenz:

  • Martin D-28 – die Referenz seit den 30ern
  • Yamaha FG800 – Dreadnought-Klang im Einstiegsbereich
  • Sigma DM-1ST – Martin-nahe Form zum kleinen Preis

Häufige Fragen zur Dreadnought

Was ist eine Dreadnought?

Die Dreadnought ist die größte gängige Korpusform der Westerngitarre: breite Schultern, tiefe Zargen, kaum eingezogene Taille. Sie klingt lauter und bassiger als jede andere Bauform und ist die meistverkaufte Akustikgitarrenform überhaupt. Erkennbar ist sie an ihrem kastenförmigen Umriss.

Für wen eignet sich die Dreadnought?

Kräftiges Schlagen mit Plektrum, Bluegrass, Country, Lagerfeuer. Überall dort, wo Volumen zählt.

Was kostet eine Dreadnought?

ab rund 120 €, vollmassiv ab rund 800 €. Die Angaben sind Richtwerte für Neuware in Deutschland und schwanken je nach Ausstattung und Fertigungsort.

Woran erkenne ich eine Dreadnought?

Breite, eckige Schultern – der Umriss wirkt kastenförmig, nicht taillenbetont. Rund 40 cm Korpusbreite am unteren Bogen, mehr als jede andere Standardform. Der Halsübergang sitzt meist am 14. Bund. Modellbezeichnungen beginnen häufig mit D (D-28, DM-1, D-120).