Bassgitarre
Von GuitarGuy
Die Bassgitarre hat meist vier Saiten, die genau eine Oktave tiefer gestimmt sind als die vier tiefen Saiten der Gitarre: E – A – D – G. Sie ist länger, die Saiten sind dicker, und sie wird fast immer verstärkt gespielt. Ihre Aufgabe ist nicht die Melodie, sondern die Verbindung von Rhythmus und Harmonie.
Steckbrief
- Saiten
- 4 (auch 5 oder 6)
- Saitenart
- Stahl, umsponnen
- Mensur
- rund 86 cm (Longscale)
- Korpus
- massiv, elektrisch verstärkt
- Preisrahmen
- ab rund 130 €, Mittelklasse ab rund 500 €
Woran du sie erkennst
- Nur vier Saiten, alle deutlich dicker als Gitarrensaiten.
- Deutlich längerer Hals – rund 86 cm Mensur statt 64 cm.
- Größere Mechaniken auf der Kopfplatte.
- Wird ohne Verstärker kaum hörbar.
Wofür sie gebaut wurde
Bis 1951 spielten Bassisten den Kontrabass: bundlos, unhandlich, im Bandkontext kaum durchsetzungsfähig. Leo Fenders Precision Bass änderte das mit zwei Ideen – Bünde für saubere Intonation und ein Tonabnehmer für Lautstärke. Der Name kommt von der Präzision, die die Bünde ermöglichten.
Der zweite Grundtyp ist der Jazz Bass von 1960: schmalerer Hals, zwei Tonabnehmer, flexiblerer Klang. Precision und Jazz decken bis heute zusammen den Großteil dessen ab, was gebaut wird – auch die PJ-Kombination beider Tonabnehmer ist verbreitet.
Wer von der Gitarre kommt, findet sich schnell zurecht: Die vier Bass-Saiten entsprechen den vier tiefen Gitarrensaiten. Die Griffe sind dieselben, nur die Abstände größer und der Kraftaufwand höher.
Für wen sie passt
Wer in einer Band spielen will und feststellt, dass Bassisten überall gesucht werden. Auch für Gitarristen als Zweitinstrument naheliegend, weil sich das Wissen direkt überträgt.
Der typische Fehlkauf
Ein Gitarrenverstärker ist für den Bass ungeeignet. Die tiefen Frequenzen brauchen einen größeren Lautsprecher und mehr Leistung – ein Gitarrencombo verzerrt nicht nur unschön, sondern kann bei hoher Lautstärke Schaden nehmen. Ein kleiner Bassverstärker gehört zum Budget dazu.
Konkrete Modelle
Drei Instrumente, an denen sich die Bauform gut zeigen lässt – vom Einstieg bis zur Referenz:
- Squier Affinity PJ Bass – der übliche Einstieg
- Yamaha TRBX174 – sehr ausgewogene Alternative
- Fender Player Precision Bass – die Mittelklasse-Referenz
Häufige Fragen zur Bassgitarre
Was ist eine Bassgitarre?
Die Bassgitarre hat meist vier Saiten, die genau eine Oktave tiefer gestimmt sind als die vier tiefen Saiten der Gitarre: E – A – D – G. Sie ist länger, die Saiten sind dicker, und sie wird fast immer verstärkt gespielt. Ihre Aufgabe ist nicht die Melodie, sondern die Verbindung von Rhythmus und Harmonie.
Für wen eignet sich die Bassgitarre?
Wer in einer Band spielen will und feststellt, dass Bassisten überall gesucht werden. Auch für Gitarristen als Zweitinstrument naheliegend, weil sich das Wissen direkt überträgt.
Was kostet eine Bassgitarre?
ab rund 130 €, Mittelklasse ab rund 500 €. Die Angaben sind Richtwerte für Neuware in Deutschland und schwanken je nach Ausstattung und Fertigungsort.
Woran erkenne ich eine Bassgitarre?
Nur vier Saiten, alle deutlich dicker als Gitarrensaiten. Deutlich längerer Hals – rund 86 cm Mensur statt 64 cm. Größere Mechaniken auf der Kopfplatte. Wird ohne Verstärker kaum hörbar.
Ist Bass leichter zu lernen als Gitarre?
Der Einstieg ist leichter, weil man mit einem Finger pro Ton auskommt und keine Akkorde greifen muss. Fortgeschrittenes Bassspiel ist dann aber nicht einfacher – Timing und Zusammenspiel mit dem Schlagzeug sind das eigentliche Handwerk.
Wie viele Saiten sollte ein Bass haben?
Für den Einstieg vier. Fünfsaiter mit zusätzlicher tiefer H-Saite sind in Metal, Gospel und moderner Popproduktion verbreitet, aber der breitere Hals macht den Anfang unnötig schwer.