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Sonderform

Doppelhalsgitarre

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Eine Doppelhalsgitarre hat zwei Hälse an einem gemeinsamen Korpus. Die verbreitetste Kombination ist sechssaitig unten und zwölfsaitig oben, gewählt über einen Schalter. Der Zweck ist rein praktisch: Wer innerhalb eines Songs zwischen beiden Klängen wechseln muss, spart den Instrumentenwechsel auf der Bühne.

Steckbrief

Saiten
18 (6 + 12), auch 6 + 4 oder 6 + 6
Saitenart
Stahl
Mensur
meist 62,8 cm auf beiden Hälsen
Korpus
massiv oder halbakustisch, deutlich vergrößert
Preisrahmen
ab rund 700 €, Gibson-Modelle deutlich vierstellig

Woran du sie erkennst

  • Zwei vollständige Hälse übereinander an einem Korpus.
  • Umschalter zwischen den beiden Hälsen, meist mittig.
  • Gewicht meist zwischen 5 und 7 Kilogramm.
  • Der obere Hals ist in der Regel der zwölfsaitige.

Wofür sie gebaut wurde

Bekannt wurde die Bauform durch Jimmy Page, der „Stairway to Heaven" live auf einer Gibson EDS-1275 spielte: die ersten Teile zwölfsaitig, das Solo sechssaitig. Ohne Doppelhals wäre mitten im Song ein Instrumentenwechsel nötig gewesen.

Gibson hatte das Modell schon 1958 im Programm, ursprünglich mit hohlem Korpus. Die massive Version ab 1962 ist die, die man heute vor Augen hat.

Es gibt auch andere Kombinationen: Gitarre plus Bass, Gitarre plus Mandoline, sechssaitig plus Bariton. Alle folgen derselben Logik – zwei Instrumente, ein Gurt.

Für wen sie passt

Bühnenmusiker mit konkretem Bedarf, Coverbands, Bühnenpräsenz. Als erste oder einzige Gitarre praktisch nie sinnvoll.

Der typische Fehlkauf

Das Gewicht ist das eigentliche Problem. Fünf bis sieben Kilogramm über zwei Stunden am Gurt belasten Schulter und Rücken erheblich. Wer eine Doppelhalsgitarre kauft, braucht einen breiten, gepolsterten Gurt – ein schmaler Lederriemen ist hier keine Option.

Konkrete Modelle

Drei Instrumente, an denen sich die Bauform gut zeigen lässt – vom Einstieg bis zur Referenz:

  • Gibson EDS-1275 – das Original
  • Harley Benton DC-Double – der bezahlbare Einstieg
  • Ibanez JBDM100 – Doppelhals als Signature-Modell

Häufige Fragen zur Doppelhalsgitarre

Was ist eine Doppelhalsgitarre?

Eine Doppelhalsgitarre hat zwei Hälse an einem gemeinsamen Korpus. Die verbreitetste Kombination ist sechssaitig unten und zwölfsaitig oben, gewählt über einen Schalter. Der Zweck ist rein praktisch: Wer innerhalb eines Songs zwischen beiden Klängen wechseln muss, spart den Instrumentenwechsel auf der Bühne.

Für wen eignet sich die Doppelhalsgitarre?

Bühnenmusiker mit konkretem Bedarf, Coverbands, Bühnenpräsenz. Als erste oder einzige Gitarre praktisch nie sinnvoll.

Was kostet eine Doppelhalsgitarre?

ab rund 700 €, Gibson-Modelle deutlich vierstellig. Die Angaben sind Richtwerte für Neuware in Deutschland und schwanken je nach Ausstattung und Fertigungsort.

Woran erkenne ich eine Doppelhalsgitarre?

Zwei vollständige Hälse übereinander an einem Korpus. Umschalter zwischen den beiden Hälsen, meist mittig. Gewicht meist zwischen 5 und 7 Kilogramm. Der obere Hals ist in der Regel der zwölfsaitige.