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gitarrenwiki

Gibson Gitarren

Von

Die Gegenspielerin zu Fender: geleimter Hals, Humbucker, satter Ton – und mit der Les Paul die vielleicht bekannteste E-Gitarre überhaupt.

Gegründet
1902
Herkunft
USA
Bekannt für
Les Paul, SG, ES-335, Humbucker-Sound
Preisrahmen
Epiphone ab rund 250 €, Gibson USA ab rund 1.600 €, Custom Shop deutlich darüber

Wofür Gibson steht

Gibson baute schon Mandolinen und Archtop-Gitarren, als Fender noch nicht existierte. Die Firma kommt aus dem akustischen Instrumentenbau, und das hört man: geleimter Hals statt geschraubtem, Mahagoni statt Erle, gewölbte Ahorndecke bei der Les Paul.

Die Les Paul erschien 1952, verkaufte sich zunächst schlecht und wurde 1960 eingestellt. Erst als britische Bluesrock-Gitarristen die gebrauchten Modelle der späten 50er entdeckten und über übersteuerte Marshall-Verstärker spielten, wurde sie zur Legende – und Gibson nahm sie wieder ins Programm.

Der Humbucker, 1955 bei Gibson entwickelt, koppelt zwei Spulen gegenphasig und löscht damit das Netzbrummen aus. Er klingt mittiger, dicker und komprimierter als ein Single-Coil. Wer den fetten Rock-Ton sucht, sucht diesen Tonabnehmer.

Die Serien im Überblick

Der Markenname allein sagt wenig über das Instrument. Bei Gibson entscheidet die Serie über Fertigungsort, Hardware und Preisklasse:

Serie Was sie ausmacht
Epiphone Gibsons Zweitmarke, in Fernost gefertigt. Dieselben Formen, erreichbarer Preis. Eigene Seite: siehe unten.
Gibson USA Les Paul Standard, SG, Flying V, Explorer – die Serienfertigung in Nashville.
ES-Serie Halbakustische Modelle wie die ES-335 mit hohlem Korpus und Mittelblock. Jazz, Blues und Rock in einem Instrument.
Custom Shop Handgefertigte Reissues bestimmter Baujahre. Preislich eine eigene Liga.

Für wen sich Gibson eignet

Rock, Blues, Hardrock, Metal. Wer eine Gitarre sucht, die auch clean satt und mittig klingt, statt dünn und spitz.

Der typische Fehlkauf

Die geneigte Kopfplatte ist die Schwachstelle jeder Les Paul und SG. Bei einem Sturz bricht sie fast immer an derselben Stelle. Ein Formkoffer ist bei diesen Modellen keine Luxusanschaffung, sondern Versicherung – siehe unser Ratgeber zum Gitarrenkoffer.

Häufige Fragen zu Gibson

Wofür steht Gibson?

Die Gegenspielerin zu Fender: geleimter Hals, Humbucker, satter Ton – und mit der Les Paul die vielleicht bekannteste E-Gitarre überhaupt. Bekannt ist die Marke vor allem für Les Paul, SG, ES-335, Humbucker-Sound.

Was kosten Gitarren von Gibson?

Epiphone ab rund 250 €, Gibson USA ab rund 1.600 €, Custom Shop deutlich darüber. Die Preise sind Richtwerte für Neuware in Deutschland und schwanken je nach Modell und Ausstattung.

Für wen eignet sich Gibson?

Rock, Blues, Hardrock, Metal. Wer eine Gitarre sucht, die auch clean satt und mittig klingt, statt dünn und spitz.

Worauf sollte ich beim Kauf einer Gibson achten?

Die geneigte Kopfplatte ist die Schwachstelle jeder Les Paul und SG. Bei einem Sturz bricht sie fast immer an derselben Stelle. Ein Formkoffer ist bei diesen Modellen keine Luxusanschaffung, sondern Versicherung – siehe unser Ratgeber zum Gitarrenkoffer.