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gitarrenwiki

Gitarren-Hersteller

27 Marken im Porträt – mit Geschichte, Serienaufbau, Preisrahmen und der Frage, für wen sie taugen. Der wichtigste Punkt vorweg: Der Markenname allein sagt wenig. Bei fast jedem Hersteller entscheidet die Serie über Fertigungsort, Hardware und Klasse – zwischen einer Squier Bullet und einer Squier Classic Vibe liegen Welten, obwohl beide „Squier" heißen.

E-Gitarren

Die Marken, die den elektrischen Ton geprägt haben – von den beiden Klassikern bis zu den Spezialisten für harte Musik.

Fender Gitarren

Fender

USA

Der Erfinder der Solidbody-E-Gitarre – Stratocaster und Telecaster prägen den Sound der Popmusik.

Squier ab rund 150 €, Player-Serie ab rund 700 €, American ab rund 1.700 €

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Gibson

USA

Die Gegenspielerin zu Fender: geleimter Hals, Humbucker, satter Ton – und mit der Les Paul die vielleicht bekannteste E-Gitarre überhaupt.

Epiphone ab rund 250 €, Gibson USA ab rund 1.600 €, Custom Shop deutlich darüber

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Epiphone Gitarren

Epiphone

USA

Die zugängliche Marke aus dem Hause Gibson – Les Paul und SG für einen Bruchteil des Preises.

ab rund 200 €, Inspired-by-Gibson-Modelle ab rund 550 €

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Squier

USA / Fernost-Fertigung

Fenders Einsteigermarke – Stratocaster und Telecaster in erreichbarer Preisklasse, mit großen Unterschieden zwischen den Serien.

Bullet ab rund 150 €, Classic Vibe ab rund 400 €

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Ibanez

Japan

Dünne, schnelle Hälse und tiefe Cutaways – die Marke, an der sich Rock- und Metal-Gitarristen orientieren.

GIO-Serie ab rund 200 €, Prestige ab rund 1.200 €

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Gretsch

USA

Hollowbody-Gitarren mit Bigsby-Tremolo – der Klang von Rockabilly, Country und britischem Sixties-Pop.

Streamliner ab rund 400 €, Electromatic ab rund 700 €, Professional ab rund 2.500 €

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Jackson

USA

Spitze Korpusformen, Haifischzahn-Einlagen und schnelle Hälse – gebaut für Metal.

JS-Serie ab rund 200 €, Pro Series ab rund 700 €

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ESP / LTD

Japan

Japanische Präzision für harte Musik – die Marke hinter den Signature-Gitarren halber Metal-Szene.

LTD ab rund 250 €, ESP Original deutlich vierstellig

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Duesenberg Gitarren

Duesenberg

Deutschland

Premium-Manufaktur aus Hannover – Art-Déco-Design trifft auf eigenständige Technik.

durchgehend vierstellig, die meisten Modelle zwischen rund 2.000 und 3.500 €

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Aria

Japan

Japanische Traditionsmarke aus Nagoya – in den 70ern und 80ern mit der Pro-II-Serie eine der ersten Adressen für Bässe und E-Gitarren, heute vor allem im Einsteiger- und Mittelklassebereich.

Einsteigermodelle ab rund 150 €, Pro-II-Reissues und japanische Fertigung ab rund 1.000 €

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Akustik- & Konzertgitarren

Vom amerikanischen Dreadnought-Erfinder über europäische Manufakturen bis zu den Spezialisten für die Bühne.

Martin Gitarren

Martin

USA

Die Legende unter den Akustikgitarren – Erfinder der Dreadnought, seit über 190 Jahren in Familienhand.

X-Serie ab rund 500 €, Standard Series ab rund 2.500 €

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Taylor

USA

Moderner Akustikbau aus Kalifornien – heller Klang, schlanke Hälse und der geschraubte Hals als Wartungsvorteil.

GS Mini ab rund 600 €, 100er Serie ab rund 800 €, 800er vierstellig

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Takamine

Japan

Japanische Akustikgitarren mit einem der besten Tonabnehmersysteme am Markt – gebaut für die Bühne.

G-Serie ab rund 250 €, Pro Series ab rund 1.200 €

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Ovation

USA

Die Gitarre mit dem runden Kunststoffrücken – ein Hubschrauberbauer denkt den Resonanzkörper neu.

Applause ab rund 200 €, Celebrity ab rund 400 €, US-Modelle vierstellig

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Furch

Tschechien

Tschechische Manufaktur mit vollmassiver Bauweise – Oberklasse-Akustik zu Preisen unterhalb der US-Marken.

ab rund 1.100 €, Master’s Choice deutlich darüber

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Lakewood

Deutschland

Deutsche Manufaktur aus Gießen – handgebaute Akustikgitarren in kleinen Stückzahlen.

ab rund 1.900 €, Custom deutlich darüber

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Seagull

Kanada

Kanadische Werkstattfertigung – massive Zederndecke schon im Einstiegsbereich, mit unverwechselbarer schmaler Kopfplatte.

ab rund 400 €, Oberklasse rund 900 €

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Sigma

Deutschland (Vertrieb) / Fernost-Fertigung

Ursprünglich Martins Zweitmarke, heute eigenständig – klassische Formen zu einem Bruchteil des Originalpreises.

ab rund 250 €, Oberklasse rund 800 €

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Hanika

Deutschland

Konzertgitarrenbau aus Baiersdorf – eine der ersten Adressen für klassische Gitarre im deutschsprachigen Raum.

ab rund 700 €, Meisterinstrumente deutlich vierstellig

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Höfner Gitarren

Höfner

Deutschland

Deutsche Traditionsmarke – berühmt für den „Beatles-Bass" und feinen Akustikbau aus dem Vogtland.

Ignition ab rund 400 €, deutsche Fertigung deutlich darüber

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Ortega

Deutschland

Deutsche Marke mit Schwerpunkt auf Konzertgitarren mit Tonabnehmer, Ukulelen und Akustikbässen – entworfen in Bayern, gefertigt in Asien.

Konzertgitarren ab rund 150 €, Modelle mit Tonabnehmer meist 300 bis 700 €, Signature- und Custom-Modelle darüber

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Wie viel die Marke wirklich zählt

Bei Instrumenten unter 300 Euro entscheidet die Marke weniger als das einzelne Exemplar. In dieser Klasse ist die Serienstreuung so groß, dass zwei baugleiche Gitarren spürbar unterschiedlich ausfallen können. Wer die Wahl hat, spielt vor dem Kauf an – und wer online bestellt, plant das Rückgaberecht ein.

Ab etwa 500 Euro kehrt sich das um: Dort steht hinter dem Namen eine konsistente Bauweise, ein bestimmtes Halsprofil, eine Tonabnehmerphilosophie. Erst hier lohnt es sich, gezielt nach Marke zu entscheiden.

Die drei Fragen vor der Markenwahl

  1. Welche Art von Gitarre brauche ich überhaupt? Konzert-, Western- oder E-Gitarre entscheidet mehr als jede Marke. Der Überblick steht unter Gitarrenarten.
  2. Welchen Ton suche ich? Single-Coil oder Humbucker, hell oder warm – das legt die Marke fest, nicht das Modell.
  3. Wie viel Budget bleibt fürs Zubehör? Ein Setup beim Gitarrenbauer für 50 bis 80 Euro verbessert eine Einsteigergitarre oft mehr als der Sprung zum nächstteureren Modell.

Häufige Fragen

Welche Gitarrenmarke ist die beste für Anfänger?

Yamaha, weil die Serienstreuung am niedrigsten ist – man weiß, was ankommt. Wer weniger ausgeben will, findet bei Harley Benton und Squier brauchbare Instrumente, muss dort aber eher mit einem nötigen Setup rechnen.

Was ist der Unterschied zwischen Fender und Gibson?

Bauweise und Klang. Fender schraubt den Hals an und setzt auf Single-Coil-Tonabnehmer: heller, spritziger Ton. Gibson leimt den Hals ein und verwendet Humbucker: dickerer, mittigerer Ton. Fender trägt Funk, Country und Blues, Gibson Rock und Hardrock.

Sind Zweitmarken wie Squier und Epiphone schlechter?

Sie sind einfacher gefertigt, nicht zwangsläufig schlecht. Der Unterschied liegt bei Hardware, Hölzern und Endkontrolle. In der jeweils obersten Serie – Squier Classic Vibe, Epiphone Inspired by Gibson – ist der Abstand zur Hauptmarke deutlich kleiner, als der Preis vermuten lässt.

Welche Marke baut die beste Akustikgitarre?

Das hängt vom Klangbild ab, das man sucht. Martin steht für tiefe, tragende Bässe, Taylor für einen helleren, direkteren Ton. Beide sollte man nebeneinander anspielen. Wer europäisch und vollmassiv kaufen will, findet bei Furch und Lakewood Alternativen zu ähnlichen Preisen.

Warum sind manche Marken bei Amazon nicht zu finden?

Manufakturen wie Duesenberg, Lakewood oder Hanika laufen über den Fachhandel und spezialisierte Onlinehändler. Bei Amazon findet man von diesen Marken meist nur Zubehör.