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Akustikgitarre

Parlor-Gitarre

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Die Parlor-Gitarre ist eine kleine Akustikgitarre mit schmalem, taillenbetontem Korpus. Sie klingt leiser und mittenbetonter als eine Dreadnought, spricht dafür schneller an und trennt die Einzelsaiten deutlicher. Ihr Name kommt vom englischen „parlour", dem Salon – dort wurde sie im 19. Jahrhundert gespielt.

Steckbrief

Saiten
6
Saitenart
Stahl
Mensur
rund 61 bis 63 cm
Korpus
klein, rund 33 cm breit, oft nur 9 cm tief
Preisrahmen
ab rund 150 €, Manufakturmodelle ab rund 900 €

Woran du sie erkennst

  • Deutlich kleinerer Korpus als eine Dreadnought, oft nur 33 cm breit.
  • Ausgeprägte, schmale Taille – der Umriss wirkt wie eine Acht.
  • Der Halsübergang sitzt häufig schon am 12. Bund, wodurch der Steg weiter mittig sitzt.
  • Kürzere Mensur, dadurch weichere Saitenspannung.

Wofür sie gebaut wurde

Vor der Dreadnought war die Parlor die Standardgitarre. Sie war für Wohnzimmer gebaut, nicht für Bühnen – gespielt wurde leise, mit den Fingern, meist zur Liedbegleitung.

Mit dem Aufkommen lauter Bands verschwand sie fast völlig. Ihre Rückkehr verdankt sie zwei Entwicklungen: der Verbreitung von Tonabnehmern, die das geringe Volumen unerheblich macht, und dem Fingerstyle-Revival.

Klanglich sitzt die Parlor genau dort, wo die Dreadnought schwächelt: Weil weniger Bass entsteht, bleiben Mitten und Melodie klar. Vor einem Mikrofon klingt sie oft ausgewogener als eine große Gitarre.

Für wen sie passt

Fingerstyle, Blues, Aufnahmen und alle, denen große Korpusformen im Sitzen unbequem sind. Auch als Reise- und Sofagitarre beliebt.

Der typische Fehlkauf

Die kürzere Mensur senkt die Saitenspannung. Das macht das Greifen leichter, kann aber zu Schnarren führen, wenn ein zu leichter Saitensatz aufgezogen wird. Bei kurzer Mensur eher zu 012er- als zu 010er-Saiten greifen.

Konkrete Modelle

Drei Instrumente, an denen sich die Bauform gut zeigen lässt – vom Einstieg bis zur Referenz:

  • Art & Lutherie Roadhouse – kanadische Parlor im Einstiegsbereich
  • Gretsch Jim Dandy – Vintage-Optik, sehr günstig
  • Furch Little Jane – Reise-Parlor mit abnehmbarem Hals

Häufige Fragen zur Parlor-Gitarre

Was ist eine Parlor-Gitarre?

Die Parlor-Gitarre ist eine kleine Akustikgitarre mit schmalem, taillenbetontem Korpus. Sie klingt leiser und mittenbetonter als eine Dreadnought, spricht dafür schneller an und trennt die Einzelsaiten deutlicher. Ihr Name kommt vom englischen „parlour", dem Salon – dort wurde sie im 19. Jahrhundert gespielt.

Für wen eignet sich die Parlor-Gitarre?

Fingerstyle, Blues, Aufnahmen und alle, denen große Korpusformen im Sitzen unbequem sind. Auch als Reise- und Sofagitarre beliebt.

Was kostet eine Parlor-Gitarre?

ab rund 150 €, Manufakturmodelle ab rund 900 €. Die Angaben sind Richtwerte für Neuware in Deutschland und schwanken je nach Ausstattung und Fertigungsort.

Woran erkenne ich eine Parlor-Gitarre?

Deutlich kleinerer Korpus als eine Dreadnought, oft nur 33 cm breit. Ausgeprägte, schmale Taille – der Umriss wirkt wie eine Acht. Der Halsübergang sitzt häufig schon am 12. Bund, wodurch der Steg weiter mittig sitzt. Kürzere Mensur, dadurch weichere Saitenspannung.