Konzertgitarre
Von GuitarGuy
Die Konzertgitarre, auch klassische Gitarre genannt, hat Nylonsaiten, einen breiten Hals und ein flaches Griffbrett. Sie wird mit den Fingern gezupft, nicht mit dem Plektrum geschlagen, und ist das Standardinstrument im klassischen Gitarrenunterricht. Weil Nylonsaiten deutlich weniger Zug haben als Stahlsaiten, tun die Fingerkuppen am Anfang weniger weh.
Steckbrief
- Saiten
- 6
- Saitenart
- Nylon
- Mensur
- rund 65 cm
- Korpus
- hohl, großes rundes Schallloch, flache Decke
- Preisrahmen
- ab rund 80 €, Manufakturinstrumente ab rund 700 €
Woran du sie erkennst
- Die drei hohen Saiten sind durchsichtig, die drei tiefen umsponnen und dunkel.
- Der Hals ist mit rund 52 mm am Sattel deutlich breiter als bei jeder anderen Gitarre.
- Das Griffbrett ist flach, nicht gewölbt.
- Die Saiten werden am Steg geknotet, es gibt keine Stegstifte.
- Meist kein Gurtpin – die Gitarre wird im Sitzen auf dem linken Bein gespielt.
Wofür sie gebaut wurde
Die Konzertgitarre in ihrer heutigen Form geht auf den spanischen Gitarrenbauer Antonio de Torres zurück, der in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts Korpusgröße, Mensur und Fächerbeleistung festlegte. Fast jede klassische Gitarre seither folgt seinem Grundriss.
Der breite Hals ist kein Zufall, sondern Voraussetzung: Beim klassischen Spiel greift die linke Hand mehrstimmige Sätze, während die rechte gleichzeitig Melodie, Bass und Mittelstimmen zupft. Dafür brauchen die Saiten Abstand voneinander.
Nylonsaiten setzten sich erst nach dem Zweiten Weltkrieg durch. Davor waren Darmsaiten üblich, die stimmunbeständig und teuer waren. Der Wechsel machte die Gitarre erst zum Massen-Unterrichtsinstrument.
Für wen sie passt
Klassischer Unterricht, Kinder und alle, die mit den Fingern spielen wollen. Auch für Erwachsene mit empfindlichen Fingerkuppen ein sanfterer Einstieg als die Westerngitarre.
Der typische Fehlkauf
Auf eine Konzertgitarre gehören niemals Stahlsaiten. Die Decke ist auf den geringeren Zug der Nylonsaiten ausgelegt und wird sich innerhalb weniger Wochen verziehen oder der Steg reißt ab. Das ist der häufigste vermeidbare Totalschaden am Instrument.
Konkrete Modelle
Drei Instrumente, an denen sich die Bauform gut zeigen lässt – vom Einstieg bis zur Referenz:
- Yamaha C40II – der Klassiker im Musikschulunterricht
- Hanika 1a Student – der Schritt in die Manufakturklasse
- Alhambra 1C – spanische Fertigung im Einstiegsbereich
Häufige Fragen zur Konzertgitarre
Was ist eine Konzertgitarre?
Die Konzertgitarre, auch klassische Gitarre genannt, hat Nylonsaiten, einen breiten Hals und ein flaches Griffbrett. Sie wird mit den Fingern gezupft, nicht mit dem Plektrum geschlagen, und ist das Standardinstrument im klassischen Gitarrenunterricht. Weil Nylonsaiten deutlich weniger Zug haben als Stahlsaiten, tun die Fingerkuppen am Anfang weniger weh.
Für wen eignet sich die Konzertgitarre?
Klassischer Unterricht, Kinder und alle, die mit den Fingern spielen wollen. Auch für Erwachsene mit empfindlichen Fingerkuppen ein sanfterer Einstieg als die Westerngitarre.
Was kostet eine Konzertgitarre?
ab rund 80 €, Manufakturinstrumente ab rund 700 €. Die Angaben sind Richtwerte für Neuware in Deutschland und schwanken je nach Ausstattung und Fertigungsort.
Woran erkenne ich eine Konzertgitarre?
Die drei hohen Saiten sind durchsichtig, die drei tiefen umsponnen und dunkel. Der Hals ist mit rund 52 mm am Sattel deutlich breiter als bei jeder anderen Gitarre. Das Griffbrett ist flach, nicht gewölbt. Die Saiten werden am Steg geknotet, es gibt keine Stegstifte. Meist kein Gurtpin – die Gitarre wird im Sitzen auf dem linken Bein gespielt.
Was ist der Unterschied zwischen Konzertgitarre und Westerngitarre?
Die Konzertgitarre hat Nylonsaiten, einen breiten flachen Hals und wird gezupft. Die Westerngitarre hat Stahlsaiten, einen schmaleren gewölbten Hals und wird meist mit Plektrum geschlagen. Die Westerngitarre klingt lauter und brillanter, die Konzertgitarre weicher und runder.
Kann man auf einer Konzertgitarre Lieder begleiten?
Ja, uneingeschränkt. Die Akkorde sind dieselben. Nur klingt die Begleitung weicher und weniger durchsetzungsfähig, und ein Plektrum wirkt auf Nylonsaiten härter und lauter als auf Stahlsaiten.