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gitarrenwiki
Akustikgitarre

Flamenco-Gitarre

Von

Die Flamenco-Gitarre sieht aus wie eine Konzertgitarre, ist aber anders gebaut: leichteres Holz, dünnere Decke, niedrigere Saitenlage und ein Schlagschutz aus Kunststoff auf der Decke. Sie klingt trockener, perkussiver und spricht schneller an – gebaut für die harte Anschlagtechnik des Flamenco, nicht für langen Nachklang.

Steckbrief

Saiten
6
Saitenart
Nylon
Mensur
rund 65 cm
Korpus
hohl, flacher als Konzertgitarre, oft Zypressenholz
Preisrahmen
ab rund 200 €, spanische Manufaktur ab rund 900 €

Woran du sie erkennst

  • Golpeador: durchsichtige Schutzfolie auf der Decke, oft ober- und unterhalb des Schalllochs.
  • Deutlich niedrigere Saitenlage als bei der Konzertgitarre.
  • Zargen und Boden oft aus heller Zypresse statt dunklem Palisander.
  • Spürbar leichter beim Anheben.
  • Traditionell Stimmwirbel aus Holz statt Metallmechaniken (blanca-Modelle).

Wofür sie gebaut wurde

Der Flamenco entstand als Begleitmusik zu Gesang und Tanz. Die Gitarre musste sich gegen Stimme, Händeklatschen und Fußarbeit durchsetzen – aber ohne den Gesang zu überdecken. Daraus folgt der Bauunterschied: viel Attack, wenig Sustain.

Der Golpeador ist Pflicht, nicht Zierde. Die Golpe-Technik schlägt mit dem Ringfinger auf die Decke – ohne Schutzfolie wäre sie nach kurzer Zeit zerkratzt.

Traditionell unterscheidet man blanca (helle Zypresse, trockener Ton) und negra (Palisander, mehr Sustain, näher an der Konzertgitarre). Die negra ist der Kompromiss für alle, die beides spielen.

Für wen sie passt

Flamenco und verwandte spanische Stile. Auch für alle interessant, die eine Nylongitarre mit niedriger Saitenlage und schneller Ansprache suchen.

Der typische Fehlkauf

Die niedrige Saitenlage bringt ein leichtes Schnarren mit sich – das ist beim Flamenco gewollt und Teil des Klangs. Wer es als Defekt versteht und die Saitenlage anheben lässt, nimmt der Gitarre genau ihren Charakter.

Konkrete Modelle

Drei Instrumente, an denen sich die Bauform gut zeigen lässt – vom Einstieg bis zur Referenz:

  • Alhambra 3F – spanischer Einstieg
  • Ramírez FL1 – Manufakturklasse
  • Yamaha CG172SF – günstiger Zugang zur Bauform

Häufige Fragen zur Flamenco-Gitarre

Was ist eine Flamenco-Gitarre?

Die Flamenco-Gitarre sieht aus wie eine Konzertgitarre, ist aber anders gebaut: leichteres Holz, dünnere Decke, niedrigere Saitenlage und ein Schlagschutz aus Kunststoff auf der Decke. Sie klingt trockener, perkussiver und spricht schneller an – gebaut für die harte Anschlagtechnik des Flamenco, nicht für langen Nachklang.

Für wen eignet sich die Flamenco-Gitarre?

Flamenco und verwandte spanische Stile. Auch für alle interessant, die eine Nylongitarre mit niedriger Saitenlage und schneller Ansprache suchen.

Was kostet eine Flamenco-Gitarre?

ab rund 200 €, spanische Manufaktur ab rund 900 €. Die Angaben sind Richtwerte für Neuware in Deutschland und schwanken je nach Ausstattung und Fertigungsort.

Woran erkenne ich eine Flamenco-Gitarre?

Golpeador: durchsichtige Schutzfolie auf der Decke, oft ober- und unterhalb des Schalllochs. Deutlich niedrigere Saitenlage als bei der Konzertgitarre. Zargen und Boden oft aus heller Zypresse statt dunklem Palisander. Spürbar leichter beim Anheben. Traditionell Stimmwirbel aus Holz statt Metallmechaniken (blanca-Modelle).