Hawaiigitarre & Lap Steel
Von GuitarGuy
Die Hawaiigitarre, heute meist Lap Steel genannt, wird flach im Schoß oder auf einem Ständer liegend gespielt. Statt die Saiten auf die Bünde zu drücken, gleitet ein Metallstab (der Steel) über sie. Dadurch entsteht der stufenlose, gleitende Ton, den man aus hawaiianischer Musik, Country und Western Swing kennt.
Steckbrief
- Saiten
- 6 bis 8
- Saitenart
- Stahl
- Mensur
- rund 57 bis 63 cm
- Korpus
- massiv oder hohl, hohe Saitenlage
- Preisrahmen
- ab rund 150 €, Pedal-Steel deutlich vierstellig
Woran du sie erkennst
- Sehr hohe Saitenlage – die Saiten liegen weit über dem Griffbrett.
- Bundstäbe sind nur aufgemalt oder eingelegt, nicht erhaben.
- Oft kein regulärer Gitarrenkorpus, sondern ein rechteckiges Brett.
- Wird liegend gespielt, nicht umgehängt.
Wofür sie gebaut wurde
Die Spielweise entstand Ende des 19. Jahrhunderts auf Hawaii. Der Legende nach begann Joseph Kekuku als Schüler damit, einen Metallkamm über die Saiten gleiten zu lassen. Um 1915 war hawaiianische Musik in den USA ein Massenphänomen.
Aus der Hawaiigitarre entwickelte sich der gesamte Steel-Zweig: die Lap Steel, die Console Steel und schließlich die Pedal Steel mit Fußpedalen und Kniehebeln, die einzelne Saiten während des Spiels verstimmen – das Instrument der Countrymusik aus Nashville.
Historisch wichtig ist noch etwas: Die erste in Serie gebaute E-Gitarre überhaupt war eine Lap Steel – die Rickenbacker „Frying Pan" von 1932, nicht etwa eine Solidbody-Spanischgitarre.
Für wen sie passt
Hawaiianische Musik, Country, Western Swing, Blues-Slide. Auch als Klangfarbe im Studio, weil sich damit Töne erzeugen lassen, die keine gegriffene Gitarre schafft.
Der typische Fehlkauf
„Hawaiigitarre" wird oft mit der Ukulele verwechselt – die stammt zwar auch aus Hawaii, ist aber ein völlig anderes Instrument mit vier Nylonsaiten, das normal gegriffen wird. Wer den gleitenden Klang sucht, braucht die Lap Steel.
Konkrete Modelle
Drei Instrumente, an denen sich die Bauform gut zeigen lässt – vom Einstieg bis zur Referenz:
- Recording King Lap Steel – günstiger Einstieg
- Gretsch G5700 Electromatic Lap Steel
- Rickenbacker Frying Pan – die erste E-Gitarre der Geschichte
Häufige Fragen zur Hawaiigitarre & Lap Steel
Was ist eine Hawaiigitarre & Lap Steel?
Die Hawaiigitarre, heute meist Lap Steel genannt, wird flach im Schoß oder auf einem Ständer liegend gespielt. Statt die Saiten auf die Bünde zu drücken, gleitet ein Metallstab (der Steel) über sie. Dadurch entsteht der stufenlose, gleitende Ton, den man aus hawaiianischer Musik, Country und Western Swing kennt.
Für wen eignet sich die Hawaiigitarre & Lap Steel?
Hawaiianische Musik, Country, Western Swing, Blues-Slide. Auch als Klangfarbe im Studio, weil sich damit Töne erzeugen lassen, die keine gegriffene Gitarre schafft.
Was kostet eine Hawaiigitarre & Lap Steel?
ab rund 150 €, Pedal-Steel deutlich vierstellig. Die Angaben sind Richtwerte für Neuware in Deutschland und schwanken je nach Ausstattung und Fertigungsort.
Woran erkenne ich eine Hawaiigitarre & Lap Steel?
Sehr hohe Saitenlage – die Saiten liegen weit über dem Griffbrett. Bundstäbe sind nur aufgemalt oder eingelegt, nicht erhaben. Oft kein regulärer Gitarrenkorpus, sondern ein rechteckiges Brett. Wird liegend gespielt, nicht umgehängt.