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Akustikgitarre

Yamaha F310

Von Aktualisiert am

Die Yamaha F310 ist eine 4/4-Dreadnought-Westerngitarre mit Stahlsaiten und seit vielen Jahren eine der verbreitetsten Einsteigergitarren. Laminierte Fichtendecke, Boden und Zargen aus Meranti, Nato-Hals, 634 mm Mensur. Es gibt sie in Natur und als F310 TBS (Tobacco Brown Sunburst), dazu als Set F310P. Weitere Modelle stehen im Akustikgitarren-Vergleich.

Die F310 baut Yamaha seit vielen Jahren weitgehend unverändert, sie gehört damit zu den langlebigsten Modellen im Einsteigersegment. Sie steht in Musikschulen, in Leihbeständen und in unzähligen Wohnzimmern. Der Grund ist derselbe wie bei der C40II: Die Serienstreuung ist gering. Zwei F310 aus zwei Läden spielen sich sehr ähnlich, und das ist in dieser Preisklasse keineswegs selbstverständlich.

Technische Daten der Yamaha F310

Angaben nach Hersteller.

  • Bauform: Westerngitarre, Dreadnought, Größe 4/4
  • Saiten: 6 Stahlsaiten
  • Decke: Fichte (laminiert)
  • Boden und Zargen: Meranti
  • Hals: Nato
  • Mensur: 634 mm
  • Sattelbreite: 43 mm
  • Tonabnehmer: keiner
  • Varianten: F310 (natur), F310 TBS (Tobacco Brown Sunburst), F310P (Set mit Zubehör)

Meranti und Nato sind keine Edelhölzer, sondern preiswerte Hölzer mit ähnlichem Charakter wie Mahagoni. Sie sind der Grund für den Preis, und sie machen ihre Arbeit ordentlich. Was Holzarten mit dem Klang anstellen, steht unter Einfluss von Holz auf den Klang.

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Klang und Bespielbarkeit

Der Dreadnought-Korpus liefert das, wofür diese Bauform gebaut wurde: Volumen und einen kräftigen Bassbereich. Die F310 klingt direkt und durchsetzungsfähig, mit betonten Mitten und Höhen, die beim Schlagen von Akkorden gut tragen. Sie ist eine Begleitgitarre. Für filigranes Fingerpicking gibt es ausgewogenere Instrumente, für Songbegleitung am Lagerfeuer ist sie in ihrer Preisklasse schwer zu schlagen.

Die laminierte Decke ist der Punkt, an dem gespart wurde. Sie klingt weniger offen als eine Massivdecke und entwickelt sich über die Jahre kaum weiter. Massivholz „spielt sich ein”, Laminat nicht. Dafür ist sie unempfindlich gegen trockene Heizungsluft und übersteht Transport und Wechsel der Luftfeuchte klaglos.

Ab Werk ist die Saitenlage meist etwas hoch. Das ist der häufigste Kritikpunkt an der F310 und gleichzeitig der am leichtesten zu behebende: Eine Absenkung an Steg und Sattel macht aus der Gitarre ein deutlich angenehmeres Instrument. Die Schritte stehen unter Saitenlage einstellen und Saitenlage-Richtwerte.

Die Varianten im Überblick

F310 (natur): die Standardausführung mit naturfarbener Decke.

F310 TBS: dieselbe Gitarre in Tobacco Brown Sunburst. Rein optisch, klanglich identisch.

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F310P: das Zubehörset. Gitarre plus Tasche, Gurt, Stimmgerät, Plektren und Ersatzsaiten. Sinnvoll, wenn der Aufpreis moderat ist; das beiliegende Zubehör ist Grundausstattung, kein Qualitätswerkzeug. Ein ordentliches Stimmgerät und eine belastbare Gitarrentasche kauft man ohnehin irgendwann nach.

F310II: Je nach Markt und Händler tauchen auch Bezeichnungen mit dem Zusatz „II” auf. Prüf in diesem Fall im Datenblatt, ob sich Hölzer oder Ausstattung von der hier beschriebenen F310 unterscheiden.

Für wen sich die F310 eignet

Passt gut, wenn:

  • du Songs begleiten willst, mit Schlagmustern statt Fingerstyle
  • du eine robuste erste Gitarre suchst, die Transport und Heizungsluft aushält
  • du eine verlässliche Serienqualität willst, ohne selbst aussuchen zu können
  • das Budget klar begrenzt ist

Passt weniger gut, wenn:

  • du klassisch oder überwiegend Fingerstyle spielen willst: Dann ist eine Konzertgitarre mit Nylonsaiten der bessere Einstieg
  • du kleine Hände hast oder für ein Kind kaufst: Der Dreadnought-Korpus ist groß, siehe Gitarrengrößen
  • du verstärkt spielen willst: Die F310 hat keinen Tonabnehmer, hier passt eher die Fender CD-60CE
  • du langfristig klanglich mehr willst: Dann lohnt der Sprung zur massiven Decke

Einordnung

Die F310 ist keine Gitarre, die man wegen ihres Klangs kauft, sondern wegen ihrer Verlässlichkeit. Sie ist der Standard, an dem sich andere Einsteiger-Dreadnoughts messen lassen müssen, weil man bei ihr am wenigsten falsch machen kann. Wer nach einem Jahr merkt, dass er dabeibleibt, verkauft sie gut weiter oder behält sie als Zweitgitarre für unterwegs und steigt dann auf ein Instrument mit massiver Decke um.

Weitere Modelle im direkten Vergleich stehen im Akustikgitarren-Test. Was beim Kauf generell zu beachten ist, steht unter Tipps zum Gitarrenkauf.

Häufige Fragen

Was ist der Unterschied zwischen Yamaha F310 und F310 TBS?

Nur die Farbe. F310 steht für die naturfarbene Ausführung, TBS für Tobacco Brown Sunburst, also das braun verlaufende Finish. Holzarten, Mensur, Bauform und Klang sind identisch. Der Preisunterschied zwischen beiden schwankt je nach Angebot, technisch nimmst du dir mit keiner der beiden etwas.

Was steckt hinter der Bezeichnung F310P?

Das P steht für Pack, also das Set. Dort liegen zusätzlich Zubehörteile wie Tasche, Gurt, Stimmgerät, Plektren und Ersatzsaiten bei. Die Gitarre selbst ist dieselbe F310. Ob sich das Set lohnt, hängt vom Aufpreis ab: Brauchbares Zubehör kostet einzeln schnell mehr, richtig gutes Zubehör ist in solchen Sets aber selten dabei.

Hat die Yamaha F310 eine massive Decke?

Nein, die Decke ist laminierte Fichte. Wer eine massive Fichtendecke möchte, landet bei Yamaha in der FG-Serie, etwa der FG800. Massivholz klingt mit den Jahren offener, ist aber empfindlicher gegen Luftfeuchteschwankungen. Für den Einstieg ist die laminierte Decke der robustere Kompromiss.

F310 oder FG800 — welche ist die richtige?

Die FG800 hat eine massive Fichtendecke und klingt lauter und offener, kostet aber mehr. Die F310 ist die günstigere Einstiegsvariante. Wenn du sicher weißt, dass du dabeibleibst, und das Budget da ist, ist die FG800 die Gitarre, die länger mitwächst. Wenn du erst herausfinden willst, ob Gitarre dein Instrument ist, reicht die F310 völlig.

Ist die Yamaha F310 für Anfänger geeignet?

Ja, mit einer Einschränkung: Es ist eine Dreadnought mit Stahlsaiten. Der Korpus ist groß und die Stahlsaiten tun in den ersten Wochen mehr weh als Nylon. Für Kinder und für alle, die klassisch oder Fingerstyle einsteigen wollen, ist eine Konzertgitarre wie die C40II angenehmer. Für Lagerfeuer, Pop und Songbegleitung ist die F310 genau richtig.

Muss die F310 nach dem Kauf eingestellt werden?

Meistens nicht zwingend, aber es lohnt sich. Ab Werk ist die Saitenlage in dieser Preisklasse eher hoch eingestellt. Wer die Saitenlage etwas absenken lässt oder selbst nachjustiert, spielt spürbar leichter. Die Schritte stehen unter Saitenlage einstellen.

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